Buddhismus gBuddhismus

Der Buddhismus ist eine Lehrtradition und Religion mit weltweit zwischen 350 und 500 Millionen Anhängern.
Er wird zu den Weltreligionen gezählt und insbesondere im Westen wird der Buddhismus auch als Weisheitslehre und Philosophie betrachtet.
Der Buddhismus geht zurück auf seinen Begründer, der unter den Namen Siddharta Gautama oder Buddha Shakyamuni bekannt wurde. Buddha sah sich weder als Gott noch als Überbringer der Lehre Gottes. Er stellte klar, dass er die Lehre, Dhamma (Pali) bzw. Dharma (Sanskrit), nicht aufgrund göttlicher Offenbarung erhalten, sondern vielmehr durch eigene meditative Kontemplation ein Verständnis der Natur des eigenen-Geistes und der Natur aller Dinge gewonnen hat.Budhismus Pavillon
 
Glaube und Lehre
 
Im Buddhismus wird das Leben als Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt verstanden. Die Kette von Ursache und Wirkung (Karma) kann überwunden werden durch die Erkenntnis und Transformation des Leides, die Einsicht in die
4 edlen Weisheiten.
Danach ist die Ursache unseres Leides unser Begehren, dass durch die Erfahrung des Nirvana (Erleuchtung,
Leerheit, Absolutes) überwunden werden kann. Der tägliche Übungsweg ist der achtfache Pfad.
Dieser Pfad beschreibt die Wege der Tugendhaftigkeit, Sammlung und Weisheit mit dem Ziel der Erleuchtung
bzw. Befreiung als Verlöschen allen Leides.
 
Buddha
 
Buddha wird je nach Tradition in unterschiedlicher Gestaltund Sitzhaltung dargestellt, meist im Sitzen meditierend, seltener stehend oder liegend.
Er verkörpert in dieser Haltung die Tiefe meditativer Versenkung und gleichzeitig Mitgefühl mit allem Leben.
Samatha (entspricht Konzentration und Stille) und Vipassana (entspricht Einsicht und Erkenntnis) sind die beiden Säulen
des von ihm gelehrten mittleren Weges.
 
Verbreitung
 
Der Buddhismus ist vor allem in folgenden Ländern verbreitet: China, Bhutan, Japan, Laos, Mongolei, Kambod-
scha, Vietnam, Thailand, Tibet, Sri Lanka, Myanmar (Burma) etc.
Auch in den industrialisierten Staaten USA, Europa, Australien steigt die Tendenz, sich dem Buddhismus zuzuwenden.
 
Texte

Mögen alle Wesen glücklich sein und Frieden finden.
Was es auch an lebenden Wesen gibt:
ob stark oder schwach
ob groß oder klein
ob sichtbar oder unsichtbar
fern oder nah
ob geboren oder einer Geburt zustrebend
mögen sie alle glücklich sein.
 
Buddha, Metta-Sutta
 
Form ist nichts anderes als Leere und Leere ist nichts anderes als Form;
Form ist identisch mit Leere und Leere identisch mit Form;
Empfindung, Denken, Impulse, Bewusstsein
– sie alle sind nichts anderes als eben dies.
Aller Dinge Kennzeichen ist die Leere – sie werden nicht geboren,
nicht zerstört, nicht befleckt und nicht gereinigt,
sie gewinnen nichts, sie verlieren nichts.
 
aus dem Herz Sutra
 
Alle religiöse Traditionen der Welt ähneln sich, weil sie uns
helfen, zu besseren Menschen zu werden. Seit Jahrhunder-
ten finden Millionen von Menschen in ihrer jeweiligen Reli-
gion ihren Seelenfrieden. Heute begegnen wir auf der
ganzen Welt Anhängern zahlreicher Glaubensrichtungen,
denen das Wohl anderer Menschen wichtiger ist als das
eigene. Ich glaube dieser Wunsch, zum Glück anderer bei
beizutragen, ist das wichtigste Ziel jeder religiösen Praxis.
Dalai Lama